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Realität vs. Studien und sonstigen Geplapper.

Montag, 14. September 2009 12:04

oder anders ausgedrückt

„Suche einen Spezialisten für das zubinden von Schuhen die am linken Fuß getragen werden“

 Meine Einstellung zu diversen Themen ist ja, bei einigen schon bekannt.

 

In den letzten Tagen habe ich aber wieder Diskussionen bzw. Besprechungen gehabt, welche meine Nerven und vor allem meinen Anstand auf eine sehr harte Probe stellten.

 

In Statistiken und Untersuchungen wird in letzter Zeit immer öfter und vehementer, von allen möglichen Stellen Aus- und Weiterbildung gefordert.

Akutalisiert wurde dies jetzt auch noch durch die neueste OECD Untersuchung.

 

Nur mir fehlt mittlerweile der Glaube.


Warum? Ganz einfach.

Ich habe mich mein ganzes, 35jähriges, Berufsleben lang, ständig weitergebildet und bin einen Multifunktionalen Ausbildungs- und Arbeitsweg gegangen.

Wobei ich all diese Funktionen und Tätigkeiten auf Spezialisten Niveau erbringe

 

Eigentlich genau das, was angeblich von allen Bereichen der Wirtschaft gesucht und gefordert wird.

 

 

Dazu zwei Beispiele aus meinem Bereich des Interimsmanagement.

Weitere Beispiele sind im Umfang eines Buches vorhanden.

 

Finanz und Rechnungswesen:

Gesucht: Interimistischer Leiter Finanz- und Rechnungswesen mit großer

                      Erfahrung im Kundenmanagement (Mahnwesen, Inkasso, usw.)

Da ich alle Anforderungen erfülle und auch dokumentieren kann zeige ich Interesse.

In einem anschließenden Telefoninterview, wird zuerst die Meinung vertreten das ich kein Kundenspezialist bin. Nach weiteren 10 Minuten kommt es dann bei meinem Interviewpartner zur Erleuchtung. Er erkennt, dass ich auch der Kundenspezialist bin.

 

Dann kommt aber das Hammer Argument dafür, warum er mich trotzdem nicht vorschlagen wird.

Aussage: „Der Kunde sucht, neben der Leitung, einen Kundenspezialisten und nicht jemanden der auch Lieferanten- und Sachkontenspezialist auch noch ist. Sie können zu viel“.

 

 

Sanierung / Restrukturierung / Reorganisation

Gesucht: Interimistischer CRO (Chief Restruction Officer) für Internationales
                        Handelsunternehmen FMCG
                       
Da ich einige erfolgreich abgeschlossen Projekte in diesem Segment, in meinem CV anführe, melde ich mich für diese Ausschreibung.

 

Aussage: „Wir (der Provider), werden Sie unserem Kunden nicht vorschlagen und ersuchen Sie diesbezüglich um Verständnis. Der Kunde sucht nämlich einen FMCG Spezialisten. Da Sie jedoch auch andere, nicht FMCG, Projekte durchgeführt haben, gehen wir davon aus Sie nicht die gewünschten Anforderungen eines Spezialisten erfüllen können“.

 

 


 

 

Aus diesen Aussagen leite ich wiederum 2 Schwerpunkte ab.

 

1.         Welche Manager sind den bitte heute am Werke?

In der heutigen Zeit ist es für viele Manager, Personalvermittlern, HR-Spezialisten und sonstige Spezialisten, einfach nicht vorstellbar, das es Leute gibt die mehr können als nur, wie in der Überschrift angeführt, „Schuhbänder eines linken Schuhes zuzubinden“.

 

Wenn man heute in einen CV hineinschreibt: „Ich kann beide (linker + rechter) Schuhe selbständig anziehen und auch noch einen Knoten in das Schuhband machen, sind Sie unglaubwürdig.

Noch dazu, wo heute viele nur Schlüpfer (Slipper) tragen, fehlt den HR-Spezialisten und betroffenen Managern sämtliche Fantasie für Schuhbänder.

 

 

2.         Jedes neue Teammitglied muss blöder als der Chef sein.

Die Denkweise in Betrieben hat sich zwar kaum geändert, denn auch früher suchten sich Manager meist Mitarbeiter aus, die weniger konnten als er selbst.

Dadurch sicherte er seine Position ab.

 

Heute gibt es aber kaum noch wirklich gute Manager, die Ereignisse der näheren Vergangenheit zeigen es ja Gnadenlos auf.

 

Jetzt suchen diese aber die neuen Teammitglieder aus.

 

Wem wundert es da noch, dass so manches Unternehmen nicht mehr so läuft wie früher einmal.

 

 

 

 

 

 

 

Thema: 23:55 Problem mit Wissen | Kommentare (0) | Autor: admin

23:55 Ich und die Provider

Donnerstag, 30. Oktober 2008 12:45

Zuerst. Ich bin absolut Provider orientiert und akzeptiere im Gegensatz zu vielen Kollegen auch die Aufschläge die verrechnet werden. Für mich sind das die Vertriebskosten die sonst selbst tätigen müsste. Solange ich das bekomme was ich brauche oder verlange ist mir das so was von egal was der Provider verdient.  Ich habe keinen Neid.

Ich weiß, jeder mich gut kennt weiß was ich kann und das ich keine Aufträge annehme wo ich keine Kompetenzen habe und das ich auch sehr impulsiv werden kann wenn mich jemand bezüglich meines Wissens nicht Ernst nimmt.

Warum? Für mich ganz einfach, für außenstehende schwer nachvollziehbar.

Ich habe seit meinem Ausscheiden aus der ersten Klasse Handelsschule im Jahre 1974 ein Lernpensum in theoretischer und praktischer Form durchgezogen, dass viele Nächte, Abende, Wochenenden in Anspruch genommen und auch meine Familie aufs äußerste belastet hat.

Dadurch habe ich in meinem CV Auflistungen an Erfahrungen, Positionen und Wissensstände die für viele nicht nachvollziehbar sind.
Zu denn vielen gehörten dann auch viele Provider.
Da bekam ich in Telefoninterviews, E-Mail aber auch in den Persönlichen, in Deutschland, stattfindenden Interviews dann schon die witzigsten aber auch aus Unwissenheit beleidigende Aussagen zu hören. Eine davon, von zwei Jung-Consultant ca. 22 Jahre alt, wobei ich nie verstanden habe wie der Provider die beiden auf einen Berufserfahrenen loslassen kann, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Der CV wurde vorab zugesandt.
Die Aussage, nachdem wir die Visitenkarten getauscht hatten, lautete:
„Das was Sie in Ihrem CV an Kenntnissen usw. anführen das können Sie nicht und somit schenken wir diesem keine Aufmerksamkeit. Erzählen Sie uns einmal was Sie überhaupt können.“

Jetzt wurde ich Impulsiv. Ich nahm den beiden meinen CV aus der Hand, packte meine Tasche und verlies den Besprechungsraum. Im Sekretariat habe ich dann diese Unterlagen in die Rundablage befördert und bin gegangen.
Nach dieser Eskalation gab es einige heiße Telefonate mit dem Management. Daraus resultierte das die Jungs eine Nachschulung erhielten und mittlerweile nicht mehr tätig sind.

Diese „kürzen Sie Ihren CV und reduzieren Sie Ihre Kenntnisse, denn das glaubt Ihnen kein Kunde“ verfolgt mich aber auch heute noch.

Daraus resultierend kann ich Kollegen die beginnen bzw. beginnen wollen mit Providern zu arbeiten nur ein paar Tips mitgeben.
1. Erwartet nicht dass Ihr Morgen schon ein Projekt bekommet
2. Glaubt nicht das die statistischen Tagessätze Standard sind. Im realen Leben liegen Sie meist darunter
3. Es gibt Provider, da müsst Ihr euch hochdienen.
4. Leider gibt es auch die Göttlichen Provider die nichts außer Ihrer eigenen Meinung dulden.
    (Ich habe es schon zu spüren bekommen)

5. Esgibt Provider wo hervorragende Arbeit für uns geleistet wird. Mit diesen macht es echt Freude zusammenzuarbeiten, auch wenn daraus nicht immer ein Projekt entsteht, denn am Ende des Tages entscheidet der Kunde wer am besten zu Ihm passt.

23:55 “Ich arbeite gerne mit Providern, wenn Sie mich ernst nehmen”

Thema: 23:55 Persönlich | Kommentare (0) | Autor: admin

23:55 Interimsmanagement der Start

Donnerstag, 30. Oktober 2008 11:41

Eigentlich war der Start in das neue Leben ja recht leicht, aber.

Der erste Auftrag ergab sich aus meiner Vergangenheit und war einfach genial. Die beiden Firmen die da zur Integration anstanden,  anstanden waren mir bekannt. Also hatte ich ja eigentlich Heimvorteil.

Genauso verlief dieses Projekt auch. Zügig und nachhaltig wurden alle vereinbarten Schritte abgehandelt bzw. implementiert. Die Geschäftsleitung war hoch auf zu frieden.

Während dieses Mandates habe ich natürlich auch begonnen mich um weitere Aufgaben zu bemühen und kam immer wieder auf Provider.

Die Provider waren für mich die Lösung, so glaubte ich zumindest.
Die erste Provider suche galt natürlich Österreich. Siehe da es gab sogar welche, aber. Die Darstellungen dieser, bis auf ein paar ganz wenige, war schon einmal, sagen wir typisch Österreichisch. Das Motto könnte lauten „Wir wissen nicht was das ist, wie das geht, aber wir machen es“.

Da bekam ich Kontakte an Provider in Deutschland. Also da gibt es gegenüber Österreich Unmengen davon. Viele Große und Internationale, ein paar mittlere Nationale und einige nicht ganz zuordenbare. Als nicht zuordenbar bezeichne ich die, welche zwar Providerdienste anbieten, aber nur dann wenn Sie sich selbst ausgelastet haben. Das sind ganz einfach Kollegen die wenn Sie nicht selbst können  (einen Auftrag haben)oder wollen (vielleicht gibt es zu wenig Geld), an einem Kollegen mitverdienen wollen.
Ein paar verwechselten Interimsmanagement noch sehr stark mit Handelsvertreter. Ein Angebot lautete im Kurztext: Restrukturierung der Firma und Geld gibt es nur bei Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Sehr Interessant vor allem dann wenn das Unternehmen vor der Insolvenz steht und die Umsätze gegenüber dem Vorjahr auf dem Niveau von 55%, Tendenz fallend, liegen.

Also. Mein Kampf um die Internationale Anerkennung im Interimsmanagement hatte begonnen.

Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht auf was ich mich da freute.

 

23:55 „Ich komme um zu gehen“
Europa ich komme

Thema: 23:55 Persönlich | Kommentare (0) | Autor: admin